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Samsung Galaxy S5: Testbericht zum neuen Flaggschiff der Koreaner

Ersteindruck: Äußere Erscheinung und Haptik

Als die Koreaner während dem Samsung-Unpacked-Event die Rückseite des Galaxy S5 enthüllten, äußerte sich eine leichte Enttäuschung bei den anwesenden Journalisten. Lange Zeit wurde gemunkelt, Samsung würde ein hochwertiges Design verwenden. Diesen Wunsch hat das Unternehmen aus Südkorea teilweise erfüllt, die Rückseite ist neu und gummiert. Die neue Struktur erinnert etwas an ein Pflaster, sie hat jedoch ihre Vorteile, dazu aber später mehr. Trotz der guten alten Erscheinung konnte es kein Journalist abwarten, das neue Smartphone in die Hand zu nehmen. Auch unser Ersteindruck war zunächst positiv: Die Rückseite ist nicht länger glänzend und glatt. Das neue matte Design mit der Golfballstruktur sorgt für Halt und hat durchaus ihren Sinn. Das Smartphone ist nämlich nach IP67 zertifiziert und hält einem kleinen Regenschauer stand. Wenn es Nass ist, rutscht es dank der neuen Oberfläche auf der Rückseite nicht aus der Hand. 

Design: Nicht viel Neues

Auf den ersten Blick gehört das S5 ganz klar in die Galaxy-S-Reihe: Silberner Rahmen, flaches Design, viel Display und der gewohnte mechanische Home-Button. Samsung entwickelt die S-Reihe auch in der 5. Generation langsam weiter. Es ist schön anzusehen, auch wenn es nicht unbedingt begeistert. Leider bleibt es beim Flagschiff weiterhin beim großzügigen Einsatz von viel Plastik. Wer sich edle Materialien wünscht, der wird hier nicht fündig. Selbst der silberne Rahmen am Rand ist nichts weiter als lackierter Kunststoff - diesen nutzen die US-Amerikaner in ihren 1960er Sportwagen bereits. Sobald man das Gerät aber nicht mehr nur ansieht, sondern in die Hand nimmt, ändert sich das billige Gefühl. Das Samsung Galaxy S5 fühlt sich anders an, wie kein anderes Gerät dieser Reihe. Für dieses Gefühl ist die gummierte Rückseite verantwortlich. Die Geschmäcker sind äußerst verschieden und somit gibt es auch hier viele unterschiedliche Meinungen. Uns persönlich gefällt das neue Design, es ist weitaus praktischer und interessanter als das glatte Plastik, welches innerhalb von Sekunden mit Fingerabdrücken übersät ist. Warum sich Samsung selbst bei seinen Flaggschiffen für Plastik entscheidet, können wohl nur die Koreaner selbst beantworten. Wir gehen davon aus, dass es zwei Gründe gibt:

  1. Kosten
  2. Gewicht

Das S5 ist bei Weitem kein günstiges Smartphone, das HTC One zum Beispiel bietet seinen Käufern zum selben Preis ein Alu-Unibody-Gehäuse. Dafür ist das S5 aber leichter, nicht so leicht wie die Vorgänger, dennoch liegt es aber angenehm in der Hand. Das höhere Gewicht hat das Smartphone dem großen Display und Akku zu verdanken. Samsung hat sich glücklicherweise dazu entschieden, den Akkudeckel so zu designen, dass er abnehmbar ist. Das bedeutet natürlich, dass der Akku des Samsung S5 ebenfalls austauschbar ist. Gleichzeitig haben es die Koreaner geschafft, dass das S5 wasser- und staubdicht ist - das belegt auch die IP67-Zertifizierung.

Display: Groß, Größer, Galaxy S5

Das 2010 veröffentlichte Samsung Galaxy S hatte bereits ein vier Zoll großes Display. Samsung folgt dem Trend zu größeren Bildschirmen und verbaut in seiner fünften Generation ein 5,1 Zoll großes Display. Das hochwertige OLED-Display ist mit 271,81 cd/m² äußerst hell. Glücklicherweise lässt es sich im Dunkeln stark dimmen - das schont nicht nur die Augen, sondern auch den Akku. Ansonsten gibt es die gewohnte Full-HD-Auflösung mit 1.920 x 1.080 Pixel. Beachtlich ist die Pixeldichte von 432 ppi, einzelne Bildpunkte sind mit bloßem Auge nicht erkennen, genauso wenig wie Treppcheneffekte. Die Blickwinkel des Smartphones haben uns ebenfalls beeindruckt. Das Display ist aus allen Winkeln gut anzusehen, es entstehen weder Kontrastprobleme noch Farbveränderungen. Die leuchtenden Farben des AMOLED-Displays, bei dem schwarze Pixel komplett abgeschaltet sind, sind extrem kräftig und hinterlassen dementsprechend lebendige Bilder, jedoch auch einen leicht unnatürlichen Look.

Fingerabdrucksensor: Eine unzufriedenstellendes Feature

Apple macht es im iPhone 5s vor, Samsung eifert dem Konkurrenten nach. Im Galaxy S5 verbauen die Koreaner zum ersten Mal einen Fingerabdruck-Sensor. Damit sollen Besitzer des Smartphones ihr Gerät entsperren und sogar via PayPal bezahlen. Was in der Theorie schön und gut ist, zeigt sich in der Praxis als problematisch. Die zweihändige Bedienung des Sensors funktioniert in den meisten Fällen, wer das S5 in einer Hand hält, der wird auf ein störendes Geduldspiel stoßen. An dieser Stelle kann ein Vergleich zum iPhone 5s nicht ausbleiben. Mit einem Druck des Daumens auf den Home-Button wird das Gerät komfortbale entsperrt. Beim Galaxy S5 dagegen muss man den Daumen über den Sensor streichen, was mit einer Hand nicht immer funktioniert.

Herzfrequenzsensor: Ein unnötiges Extra

Auf der Rückseite des Galaxy S5 befindet sich nicht nur der LED-Blitz samt 16-MP-Kamera, sondern auch ein Herzfrequenzsensor. Eine rote Leuchte misst die Herzfrequenz des Smartphone-Besitzers, anschließend wird das Ergebnis in der S-Health-App ausgegeben. Leider kann man den Angaben nicht wirklich trauen, im Vergleich mit der Gear Fit sind bereits Unterschiede von 20 Schlägen je Minute zu sehen. Fraglich ist auch, warum das Gerät überhaupt einen Herzfrequenzsensor besitzt. Wir nutzten ihn nur einmal, um seine Funktion zu demonstrieren. Im Alltag dagegen blieb der Sensor ungenutzt. Wer Sport treibt und einen Herzfrequenzsensor nutzen möchte, greift womöglich zu Fitness-Trackern, die exakte Werte liefern.

Wasserabweisend: Ab unter die Dusche dank IP67-Zertifizierung

Man sieht es dem neuen Highend-Smartphone nicht an, aber es ist tatsächlich wasserdicht und staubgeschützt, was die IP67-Zertifizierung auch belegt. Bis auf den USB-Port an der Unterseite des Galaxy S5, welche von einer Klappe vor Wasser geschützt wird, ist alles wasserdicht. Wir legten unser S5 eine halbe Stunde in ein Glas Wasser - es drang jedoch kein Tropfen in das Smartphone ein. Dennoch sollte man das S5 nicht zum nächsten Schwimmbad nehmen, laut der IP67-Zertifizierung ist das Smartphone bis zu einer Tiefe von einem Meter rund eine halbe Stunde lang wasserdicht.

Altbekanntes: Neuste Hardware im neusten Smartphone

In diesem letzten Abschnitt gehen wir kurz andere Teile der Hardware des Smartphones ein. Wie immer nutzt Samsung die neusten Spielereien, die der Markt aktuell bietet. So kommt im Galaxy S5 ein Snapdragon–801-Quad-Core-Prozessor zum Einsatz, der mit 2,5 GHz getaktet ist. Des Weiteren hat Samsung zwei Gigabyte Arbeitsspeicher sowie 16 beziehungsweise 32 GB internen Speicher verbaut. Unserer Meinung haben die Koreaner beim internen Speicher sehr gespart, ein Teil davon wird schließlich von der Software belegt. Lobenswert ist der Akku mit einer Kapazität von 2.800 Milliamperestunden, der Standbyzeit von 390 Stunden sowie eine Gesprächszeit von 21 Stunden ermöglicht. Merkwürdig ist die Entscheidung von Samsung, einen USB 3.0-Port an der Unterseite des Smartphones zu verbauen und lediglich ein USB 2.0-Kabel zu liefern, zumindest in Europa. Die US-amerikanischen Kunden erhalten dagegen ein USB 3.0-Kabel.

Fazit!

Samsung hat bei seinem neuen Flaggschiff vieles richtig gemacht und im Großen und Ganzen ein sehr gutes Smartphone abgeliefert. Nichts ist beim Samsung Galaxy S5 schlecht, wobei es einige Punkte zu bemängeln gibt. Grundsätzlich haben Besitzer des Vorgängers keine guten Gründe, auf das neue Gerät umzusteigen. Der Pulssensor konnte uns nicht überzeugen, wobei man diesen nicht zwingend nutzen muss, genauso wie der Fingerabdrucksensor, der nicht immer gut funktioniert. Erfreulich ist allerdings die von Samsung bekannte moderne Hardware und die handliche neue Rückseite.

Tags: Smartphones
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