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Die Wirkung von Lichtfarben

Moderne Menschen haben längst erkannt, dass sie sich im Bereich Beleuchtung nicht alleine auf die Sonne verlassen können. Im Sommer scheint sie mehr oder weniger ausreichend. Spätestens, wenn die kalte Jahreszeit eintrifft, ist die Anzahl der Sonnenstunden jedoch zu gering, damit das menschliche Wohlbefinden stundenlang anhalten kann. Viele Menschen leiden in dieser Jahreszeit deshalb unter einer sogenannten Winterdepression. Diese können sie nur mit einer geeigneten Beleuchtung in ihrem Leben bekämpfen - und diese beginnt natürlich zu Hause.

Das Wichtigste ist Licht. Licht ist Leben. Richard Meier, Architekt

Aber auch Menschen, die im Winter nicht depressiv werden, benötigen eine korrekte Beleuchtung. Bestimmte Lichtfarben haben eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den menschlichen Körper. Sie kann aber auch motivieren, die Konzentration fördern oder beim Einschlafen helfen.

Wie Menschen Licht wahrnehmen

Bis vor geraumer Zeit nahmen wir an, dass Licht von speziellen Nervenzellen, die im Auge sitzen, wahrgenommen werden. Inzwischen wissen wir, dass praktisch jede Nervenzelle in der Lage ist, auf Lichtimpulse zu reagieren. Doch nur drei Typen, Fotorezeptoren genannt, können diese auch verarbeiten:

  1. Stäbchenzellen: Sie haben sich auf das Hell-dunkel-Sehen spezialisiert, was nachts von Vorteil ist.
  2. Zapfenzellen: Dank ihnen können wir Farben tagsüber wahrnehmen und unterscheiden.
  3. Fotosensitive Ganglienzellen: Sie reagieren allgemein auf Lichtimpulse. Weiterhin sind sie auf direktem Wege mit der inneren Uhr sowie den kortikalen Zentren verbunden, die den Biorhythmus steuern.

Neben diesen drei soll es weitere Nervenzelltypen geben, beispielsweise in der Haut. Vor einigen Jahren wurde sogar behauptet, sie würden in der Kniekehle sitzen. Sie alle können Lichtimpulse weiterleiden. Bisher konnte nur nachgewiesen werden, dass Nervenzellen, welche Opiatrezeptoren besitzen, auf Lichtimpulse selektiv reagieren und dadurch die Stimmung anheben können. Letztere Beobachtung, dass Licht die Stimmung eines Menschen beeinflusst, ist seit geraumer Zeit bekannt (Stichwort Winterdepression). Viele Menschen leiden darunter, ohne es zu wissen. Sie schieben die Schuld Vitaminmangel oder Arbeitsstress zu. Kürzlich entdeckten Forscher, dass in den Tiefenstrukturen des Gehirns Rezeptoren angebracht sind: Einige von ihnen reagieren auf das Rot-, andere auf das Blauspektrum im Licht. Unser Biosystem reagiert auf natürliche weiße auf Umgebungslicht. Diesen Input kann man, wenn gezielt verwendet, nutzen, um das menschliche Wohlbefinden zu erhöhen. Das Problem: Vielen Menschen fehlt die Wahl der gewünschten Lichtfarbe.

Welche Lichtfarbe hätten Sie gerne?

Im Café fällt die Entscheidung relativ einfach: Ob Espresso, Americano, Latte macchiato oder Cappuccino - so ziemlich jeder ist bei der Wahl seines liebsten Getränks zielstrebig. Auch im Sommer, wenn die Eissaison beginnt, kennt jeder seine liebste Sorte. Im Winter entscheidet man sich für heiße Schokolade oder Glühwein. Wie sieht es aber bei der gewünschten Lichtfarbe aus? Die kann man sich auswählen? Diese Frage kann man mit einem klaren ja beantworten. Leider wissen es nur wenige Menschen. Sie wissen nicht einmal, wie wichtig Licht, Farbe und ihre Kombination (Lichtfarbe) für unser Wohlgefühl ist. Grundsätzlich lässt sich die Farbtemperatur des Lichts mit dem Begriff Lichtfarbe beschreiben. Sie gibt an, ob das Licht neutral, kalt oder warm ist. 4.000 Kelvin (K) ist neutrales, weißes Licht, ab 5.000 K wird es kalt, 3000 K ist warm. [caption id="attachment_667" align="alignleft" width="300"]Lichtfarbe Lichtfarbe[/caption] Die obige Grafik gibt einen genaueren Einblick in die verschiedenen Lichtfarben. Verwirrend ist der Temperaturwert, der in Kelvin angegeben ist. Im Gegensatz zum Temperaturwert in Grad Celsius, ist das Licht kälter, je höher die Temperatur ist. Ein Raum, welcher mit warmem Licht ausgeleuchtet ist, wirkt auf Menschen entspannend und gemütlich. Räume, die mit einer kalten Farbtemperatur ausgeleuchtet ist, wirken hingegen größer und anregender. Sie eignen sich für eine gute Arbeitsatmosphäre. Der hohe Blauanteil regt Menschen biologisch an, da es Melatonin unterdrückt.

Lichtstimmung und -typen: Kulturelle Unterschiede

Studien haben gezeigt, dass es individuelle sowie kulturelle Vorzüge bei der Farbtemperatur gibt. Die geographische Breite könnte hier eine große Rolle spielen. So haben Experten ermittelt, dass Menschen aus Gebieten der Erde, wo Kälte dominiert, warmes Licht bevorzugen. Selbes gilt bei der Raumtemperatur (siehe „Influence of Color Temperature on Preference of Atmosphere, and Air Temperature“ (PDF; 244 KB)). Ähnliche Beobachtungen macht das Frauenhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO): Insgesamt 33 Personen wurden bezüglich ihrer Lichtfarbenpräferenzen befragt. Im Sommer bevorzugten 21 von ihnen kaltweißes und 12 hielten warmweißes Licht für angenehmer. Im Winter sah die Situation folgendermaßen aus: 17 Personen wählten kaltweißes und die übrigen 16 warmweißes Licht. Die Studie zeigt, dass Menschen im Winter und Herbst wärmeres Licht als im Sommer und Frühling bevorzugen. Noch deutlicher wird die Präferenz, wenn man sich die Wahl der Farbtemperatur im Tagesverlauf ansieht. Morgens ist sie hoch (zwischen 5.000 und 5.600 Kelvin) und nimmt im Laufe des Tages ab, bis sie eine angenehme, warme Farbtemperatur von rund 4.500 Kelvin erreicht. Diese Tatsache verdeutlicht, dass Menschen, wenn sie können, die Farbtemperatur gemäß der Jahreszeiten und Tageszeit einstellen. Hätte sie also beim Licht genauso wie beim Kaffee die Wahl, würden sie diese auch nutzen.

Lichtfarbe kann individuell gesteuert werden

Diese Wahl steht Menschen inzwischen zur Verfügung. Das Thema LED-Lichtsteuerung gewinnt seit dem Verbot der Glühbirne immer mehr an Bedeutung. Menschen suchen nicht nur nach einer Alternative zur klassischen Glühbirne, sondern auch einer Möglichkeit, ihre Beleuchtung ganz nach ihren persönlichen Bedürfnissen zu steuern. Das Vorbild der Lichtsteuerung sollte das Tageslicht sein. Die Natur gibt dabei folgende Parameter vor:

1. Natürlich verteiltes Licht

Die Natur gibt uns einen großen Himmel, der das Auge großflächig von oben und vorne beleuchtet. Im Bereich der künstlichen Beleuchtung kann man dies folgendermaßen umsetzen:

  • großflächige Leuchten
  • Lampen mit direkter & indirekter Abstrahlung
  • Decken- & Wandfluter, die ausschließlich indirekt beleuchten
  • Raumbegrenzungen zur Reflektierung nutzen

2. Natürliches Spektrum

Das Tageslichtspektrum der Natur besitzt einen großen Blauanteil. Die Umsetzung in der Praxis setzt voraus, dass man Lampen verwendet, die einen ähnlichen Blauanteil besitzen.

3. Dynamik

Die Beleuchtungsstärke sowie Farbtemperatur des Tageslichts verändert sich im Laufe des Tages. In der Praxis kann man dies folgendermaßen umsetzen:

  • intelligente Steuerungstechnik (siehe unserer Artikel)
  • dynamisch gesteuerte Beleuchtungsstärken
  • Sensorik für Farbtemperaturverlauf

Moderne Lichttechnologien erhöhen nicht nur das Wohlbefinden, sie sind auch effizienter und reduzieren dadurch die Energiekosten. Artikelbild: © Itsra Sanprasert / Shutterstock

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