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Testbericht: GoPro HD Hero3+ unter die Lupe genommen

Für Extremsport-Fanatiker gibt es nicht Schöneres im Leben, als den Adrenalinrausch zu spüren. Nicht alle Menschen wagen es, sich mit einem Fallschirm von Bergen herunterzustürzen oder in atemberaubender Geschwindigkeit Lawinen auszuweichen. Aus diesem Grund zeichnen Extremsportler ihre waghalsigen Triumphe auf. Früher mangelte es jedoch an Technik, um den Zuschauer mitten ins Geschehen zu bringen. Heute gibt es Action-Kameras: Diese handlichen Kameras sind in puncto Bildqualität absolut unschlagbar. Die Produkteserie „Hero“ des Herstellers GoPro besitzen eigenen Angaben zufolge eine Marktabdeckung von 90 bis 95 Prozent. Mit einer UVP von 449 Euro ist die Hero3+ kein Schnäppchen. Lohnt sich der Kauf dieser Kamera beziehungsweise das Upgrade vom Vorgänger Hero3?

Datenblatt: Hero 3+ im Überblick

  • Gewicht Kamera: 71,5 g
  • Gewicht Gehäuse: 81 g
  • Akku: 1.180 mAh
  • Auflösung: Videoaufnahme bis zu 4K (12,5 PAL fps), Fotomodus 12 MP
  • Bildwinkel: 90° narrow, 127° medium, 150° wide
  • SuperView: 1080p mit Seitenverhältnis 4:3
  • Wasserdichtigkeit: bis 40 m

Längere Akkulaufzeit für mehr Freude beim Aufnehmen

Besitzer einer GoPro Hero bemängeln seit Jahren, dass Action-Kameras keine herausragende Akkulaufzeit besitzen. Der Hersteller hat auf die Wünsche seiner Kunden gehört und die Akkulaufzeit der GoPro 3+ um mindestens zehn Prozent verlängert. Demnach kann man einen Film in 1080p und 60 fps etwa 95 Minuten lang ununterbrochen aufnehmen, bis der Saft ausgeht. Der Vorgänger schaffte bei denselben Qualitätseinstellungen nur 85 Minuten. Die verlängerte Akkulaufzeit ist keine Magie: GoPro verwendet nun einen Akku mit 1.180 mAh statt wie bisher 1.050 mAh. Herstellerangaben zufolge besitzt das neue Modell auch ein besseres Energiemanagement. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der sollte sich Ersatzakkus kaufen. In unserem Onlineshop finden Sie passende Akkus für Ihre GoPro Hero 3.

Schnelleres WLAN und Steuerung per Smartphone

An der Funktion des WLAN-Moduls hat sich nichts geändert: Wie auch bei der GoPro Hero3 kann die Hero3+ einen eigenen Access-Point erstellen, mit dem man sein Android- oder iOS-Gerät verbinden kann. Mithilfe einer Smartphone-App ist es zudem möglich, Zugriff auf bereits aufgenommenes Videomaterial zu erhalten. Besonders interessant ist allerdings die Funktion, die Kamera per App zu steuern. An dieser Stelle kommt das neue WLAN-Modul ins Spiel: Dank der verkürzten Zugriffszeit, die dem Funkstandard n zu verdanken ist, beträgt die Verzögerung zwischen Realbild sowie dem Bild auf dem Smartphone nur etwa eine Sekunde. Die ganzen Funktionen über WLAN sind natürlich nett und in einigen Situationen sicherlich hilfreich, haben aber auch ein großes Manko: Der Akku hält bei eingeschaltetem WLAN nur etwa zwei Stunden durch, wenn man nichts aufnimmt. Der Access Point ist somit ein echter Akkufresser.

SuperView: 4:3 Bildformat mit riesigem Weitwinkel

Wer früher in den Genuss von Röhrenfernsehern kommen durfte, wird mit Sicherheit noch das Bildformat 4:3 kennen. Früher wurden die Ränder rechts und links häufig dynamisch verzerrt - eine beliebte Option, die bei Schwenken in Filmen leider gruselige Effekte herbeiführte. Erst später kamen 16:9-Fernseher auf den Markt und TV-Sender begannen, das neue Bildformat zu übernehmen. Auch wenn man heute Filme nicht mehr in 4:3 aufnimmt, kann es bei der GoPro Hero3+ sehr sinnvoll sein: Das gesamte Bild erhält nämlich einen „Fischaugeneffekt“, wodurch die Verzerrung an den Rändern nicht weiter auffällt.

Auto Low Light Modus für schlechte Lichtverhältnisse

Der sogenannte Auto Low Light Modus ist eine Neuerung bei der Hero3-Reihe: Dieser Modus soll es möglich machen, dunkle Szenen besser zu erkennen und somit die Qualität erhöhen. Im Vergleich zum Vorgänger wurde beim Hero3+ jedoch nicht der Sensor verbessert. Stattdessen begründet GoPro die Qualitätsverbesserung mit der Reduzierung der Framerate: Damit soll die GoPro Hero3+ in lichtarmen Umgebungen Frames mehr Zeit geben, Licht aufzunehmen. Zwar funktioniert dies in einigen Situationen, ganz überzeugen kann diese Funktion jedoch nicht. Die GoPro Hero3+ zeigt ihre Qualitäten in gut beleuchteter Umgebung.

Zubehör galore: Die Hero3+ aufwerten

Die Hero3-Serie ist für ihr umfangreiches Zubehörprogramm bekannt und beliebt. Das neuste Mitglied der Reihe hat ein um 20 Prozent kleineres Gehäuse, welches die Kamera leider nur bis 40 Meter Tauchtiefe statt bis 60 Meter wie beim Vorgänger schützt. Wer den Vorgänger besitzt, sollte unbedingt zu dessen Gehäuse greifen. Positiv fällt auch die neue Tastenform auf, welche einen angenehmeren Druckpunkt besitzt. Weiteres Zubehör sind Akkus, diverse Befestigungslösungen, ein Touchscreen sowie ein externes Mikrofon. Dem Gehäuse fehlt übrigens ein Stativ-Gewinde, dieses lässt sich allerdings mit einem Adapter nachrüsten. Im Zubehörgepäck sollte das 4in1 Ladegerät für GoPro Hero 3 von Patona nicht fehlen. Damit lässt sich der Akku für die Kamera per USB und Micro-USB, Autoadapter (12V) sowie Netz-Flackstecker (230V) aufladen.

Fazit

GoPro zeigt mit seiner Hero3+, dass man die eigene Produktreihe immer verbessern und mit praktischen Funktionen erweitern kann. Für Besitzer des Vorgängers mag sich die 450 Euro teure Investition nicht unbedingt lohnen, Neulinge können allerdings nichts falsch machen. Diese Kamera macht trotz der kleinen Maße unglaublich gute Bilder. Artikelbild: GoPro HD Hero3+

Tags: Kamera
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