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Wie kann man den Akku richtig entladen?

Was verbirgt sich hinter dem Memory-Effekt?

Wenn erst einmal der Memory-Effekt eingetreten ist, dann ist der Akku nur noch eingeschränkt nutzbar. Aus diesem Grund entladen noch immer viele Nutzer ihre Akkus vollständig, bevor sie diese wieder an das Ladegerät hängen. Inzwischen ist das jedoch nicht mehr zwangsläufig notwendig, denn in den meisten tragbaren Geräten mit hohem Strombedarf kommen heutzutage überwiegend Lithium-Ionen- oder Lithium-Polymer-Akkus zum Einsatz, die das Teilentladen besser verkraften. Der Memory-Effekt betrifft ausschließlich Nickel-Kadmium- und Nickel-Metallhydrid-Akkus und beschreibt einen Zustand, bei dem es dem Akku nicht mehr möglich ist, seine vollständige Kapazität zur Verfügung zu stellen. Verursacht wird der Memory-Effekt durch häufiges Teilentladen vor dem Aufladen. Hierbei „merkt“ sich der Akku diese Entladestufe und gibt folglich auch in den nächsten Entladezyklen nur noch die Strommenge bis zu dieser Grenze ab – auch wenn die Kapazität deutlich höher liegt. Durch das wiederholte Teilentladen bilden sich an der Kadmium-Kathode Kristalle, welche die Kapazität des Akkus herabsetzen und die Spannung beim Entladen einbrechen lässt. Der Memory-Effekt eines Akkus kann nur durch eine Tiefentladung wieder rückgängig gemacht werden.

Akkus unbedingt vor Tiefentladung schützen

Bei den modernen Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus ist der gefürchtete Memory-Effekt zwar kein Thema mehr, doch es besteht eine andere Problematik, welche die Leistungsfähigkeit beschränken kann. Um die Lebensdauer dieser beiden Akkutypen zu verlängern, dürfen diese auf keinen Fall tiefentladen werden. Von einer Tiefentladung spricht man, wenn dieser soweit entladen wird – also Strom entnommen wird – bis die Kapazität beinahe vollständig erschöpft ist. Hierbei bilden sich im Inneren Kupferbrücken, die einen Kurzschluss herbeiführen und den Akku zerstören. Zudem geht eine erhebliche Brandgefahr von den Akkus aus. Dadurch, dass die Zellen durch den Kurzschluss instabil werden, erhitzen diese stark und können einen Brand auslösen. Tiefentladende Akkus sollten daher sofort aus dem Gerät genommen werden. In der Regel verfügen tragbare Geräte, wie Smartphones, Notebooks und Tablets, über einen integrierten Tiefentladungsschutz. Das bedeutet, auch wenn das Gerät bis zum automatischen Abschalten verwendet wird, verhindert eine Notabschaltung die Tiefentladung des Akkus. Für den Nutzer ist dies jedoch bei der Nutzung gar nicht erkennbar. Auf diese Weise werden die Akkus nur bis zu einem gewissen Grad entladen und die Kapazität wird niemals vollständig ausgeschöpft. Da sich kein Memory-Effekt einstellt, können Lithium-Ionen- und Lithium-Polymer-Akkus auch bei unvollständiger Entladung wieder geladen werden.

Ladezyklen = Lebenszeit?

Ein weiterer Mythos ist der Vergleich der Ladezyklen mit der Lebenszeit des Akkus. Grundsätzlich ist die Haltbarkeit eines Akkus auf eine gewisse Anzahl von Ladezyklen beschränkt. Das bedeutet, dass ein Akku beispielsweise 1.000 Mal aufgeladen werden kann, bis seine Leistung nachlässt. Lädt man den Akku nun bereits nach zehn Prozent Kapazitätsverlust wieder auf, dann wurde ein Ladezyklus verschwendet und die Lebenszeit verkürzt sich. Doch diese Annahme ist nicht korrekt, denn der Ladezyklus gibt nicht an, wie oft der Akku an das Ladegerät gehängt werden kann, sondern vielmehr, wie oft er vollständig ent- und geladen werden kann. Lädt man den Akku also immer nach zehn Prozent auf, dann kann man ihn insgesamt zehn Mal aufladen, bis ein Ladezyklus erreicht ist. Artikelbild: © Nevada31 / Shutterstock

Tags: Akkus
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