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Muss ein Akku vor dem Aufladen vollständig entladen werden?

Akkus immer vollständig entladen oder nicht?

Akkus vollständig entladen? Noch immer hält sich bei den Nutzern der Glaube, dass die Lebenszeit eines Akkus verkürzt wird, wenn man diesen vor der vollständigen Entladung wieder an das Ladegerät hängt. Zusätzlich dazu wird auch häufig der Rat gegeben, dass der Akku zu Beginn der Nutzung erst einmal „trainiert“ werden muss. Das bedeutet, dass er in der Anfangszeit mehrere Male komplett entladen und im Anschluss vollständig geladen werden muss, bevor seine ganze Kapazität genutzt werden kann. Doch genau diese Vorgehensweise kann die Lebenszeit der Akkus unter Umständen erheblich verkürzen, sodass sie schon nach wenigen Monaten nicht mehr geladen werden können. Denn nicht bei jedem Akkutyp kommt es zum Memory-Effekt, der auf Dauer die Kapazität der Stromgeber einschränkt. Vor allem bei Nickel-Cadmium- und Nickel-Metallhybrid-Akkus besteht dieses Problem. Werden diese vorzeitig geladen, „merkt“ sich der Akku diese Teilentladung und nutzt in den folgenden Ladezyklen nicht mehr seine volle Kapazität. Hierbei bilden sich im Inneren des Akkus Kristalle, welche die Kapazität herabsetzen und den Memory-Effekt herbeiführen. Um diesem Verlust an Kapazität vorzubeugen, müssen Nickel-Cadmium- und Nickel-Metallhybrid-Akkus immer vollständig entladen werden. Inzwischen werden diese beiden Akkutypen jedoch nur noch selten verwendet. Seit dem Jahr 2009 sind die Nickel-Cadmium-Akkus zudem mit wenigen Ausnahmen EU-weit verboten. Eingesetzt werden dürfen sie nur noch im medizinischen Bereich, in Elektroautos oder Elektrowerkzeugen. Stattdessen kommen heute Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz, die im Gegensatz zu den Nickel-Cadmium- oder Nickel-Metallhybrid-Akkus nicht bis zur vollständigen Entladung genutzt werden sollten.

Lithium-Ionen-Akkus – kein Memory-Effekt, dafür Tiefentladung

Die Lithium-Ionen-Akkus sind zwar nicht vom Memory-Effekt betroffen, doch kann bei diesem Akkutyp die Tiefentladung zu einem Defekt führen. Von einer Tiefentladung spricht man, wenn dem Akku soviel Strom entnommen wird, bis die Kapazität vollständig erschöpft ist. Bei diesem Vorgang sinkt die Spannung des Akkus unter die Entladeschlussspannung und dieser wird dadurch dauerhaft beschädigt. Bei den Lithium-Ionen-Akkus bilden sich Kupferbrücken, die im schlimmsten Fall einen Kurzschluss herbeiführen können. Die Akkuzelle wird zudem instabil und sehr heiß. Durch die erhöhte Brandgefahr sollten diese Akkus nach der Tiefentladung auf keinen Fall mehr verwendet werden. Um diese Schädigung zu verhindern, verfügen alle Geräte, in denen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz kommen, über eine Art Notabschaltung. Diese sorgt dafür, dass das Handy, Notebook oder Tablet ausgeht, bevor die Kapazität des Akkus ausgeschöpft ist. Selbstverständlich sollten auch Akkus, die statt Batterien in anderen elektrischen Geräten verwendet werden, frühzeitig aufgeladen werden, um die schädliche Tiefentladung zu vermeiden.

Reduziert frühzeitiges Laden die Ladezyklen des Akkus?

Viele Nutzer befürchten, dass sie durch frühzeitiges Laden die Ladezyklen des Akkus reduzieren und somit die Lebenszeit verkürzen. Hierbei sollte man jedoch zwischen Ladezyklus und Ladevorgang unterscheiden. Beim Ladevorgang wird der entladene Akku mit neuer Energie beladen. Der Ladezyklus entspricht jedoch der Ladung eines vollständig entladenen Akkus. Die Ladezyklen entsprechen daher nicht der Anzahl der Ladevorgänge. Nutzt man nur 50 Prozent der Kapazität und lädt den Akku dann wieder auf, handelt es sich nicht um einen kompletten Ladezyklus. In diesem Fall kann man den Akku zweimal bis zu 50 Prozent nutzen und wieder aufladen und die Wiederaufladezeit entspricht nur einem Ladezyklus.

Richtige Lagerung schützt vor Tiefentladung

Nicht nur bei der Nutzung spielt die Tiefentladung eine Rolle, auch bei der Lagerung können die Akkus tiefentladen und dadurch einen erheblichen Schaden nehmen. Aus diesem Grund sollten Lithium-Ionen-Akkus mit einer Ladung von 40 Prozent, besser jedoch 50 bis 80 Prozent, gelagert werden. Ist die Ladung niedriger, können sich die Akkus durch die Selbstentladung vollständig entladen und die schädliche Tiefentladung tritt ein. Die Selbstentladung liegt bei Lithium-Ionen-Akkus bei ungefähr einem Prozent im Monat. Dies ist zwar relativ gering, doch kann dieser Wert durch Temperaturschwankungen auch steigen. Vor allem Wärme wirkt sich auf die Akkuladung aus. Daher sollten Akkus immer kühl und trocken gelagert werden. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann die mobilen Stromquellen auch im Kühlschrank – nicht im Gefrierfach - aufbewahren. Grundsätzlich sollten Akkus jedoch ungefähr alle drei Monate nachgeladen werden, um eine vollständige Entladung bei längerer Lagerung zu verhindern. Dies gilt aber selbstverständlich auch bei neuen Akkus. Daher sollte man beim Kauf von Akkus immer auch einen Blick auf das Herstellungsdatum werfen. Liegt dieses mehr als sechs Monate zurück, sollte man die Akkus umtauschen. Denn die Lagerzeit beim Händler ist kostbare Lebenszeit, die dem Käufer verloren geht. Artikelbild: © Dieter Schütz / pixelio.de Akkus vollständig entladen?: Creative Commons by sugree / Flickr.com Frühzeitiges Laden: Creative Commons by roberthunt1987 / Flickr.com

Tags: Akkus
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